Energieberatung

Thermografie
Thermografie

Seit  dem 31.01.2012 bieten wir zusätzlich eine unabhängige und neutrale Energieberatung für den gesamten Wohnhaussektor an.  Mit professionellen Analysemethoden können Sie von uns sowohl den

  • verbrauchsabhängigen (kleiner Energieausweis) als auch den
  • bedarfsabhängigen (großer Energieausweis) Energiepass

erhalten. Wobei der Bedarfsabhängige die Gebäudestruktur, Baustoffe, Verbrauch und Nutzerverhalten berücksichtigt. Eine objektive energetische Betrachtung Ihres Gebäudes ist in diesem Fall eher gegeben. Zudem werden im Detail Energie-Einsparpotentiale im Falle Ihres Gebäudes ausgewiesen, die sich bautechnisch effektiv umsetzen lassen.  Beim Verbrauchsabhängigen wird dagegen nur der Brennstoffverbrauch/m² zur Ist-Analyse herangezogen und somit wird eigentlich über den tatsächlichen energetischen Zustand des Gebäudes keine Aussage erstellt.

Kleine Exkursion der Fachbegriffe

Nutzenergie

Als Nutzenergie wird die Energiemenge bezeichnet, die für die Beheizung in den Räumen bereitgestellt wird (Heizwärmebedarf) bzw. die man in Form von Warmwasser aus dem Hahn zapft (Nutzwärme Brauchwasser). Die Nutzenergie beinhaltet nicht die Technikverluste. Sie wird praktisch nie exakt gemessen.

Meist sind nur Zähler zur Erfassung der Endenergie vorhanden, da diese ja auch bezahlt werden muss. 

Endenergie

Endenergie ist die Energiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr zu gewährleisten. Dies bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (z.B. Pumpen, Mischer ...) benötigte Hilfsenergie mit ein.

Die Endenergie wird an der Gebäudegrenze übergeben und ist somit die Energie, die der Verbraucher bezahlen muss.

Primärenergie
Energieprozesskette
Abb. 1.1: Die Energieprozesskette

Die Primärenergie ist ein Maß dafür, wie viel Grundenergie unserer Erde entnommen wird, um die Endenergie an der Gebäudegrenze bereitzustellen. Sie berücksichtigt also auch die Gewinnung des Energieträgers an seiner Quelle, die Aufbereitung und den Transport bis zum Gebäude.

Verbrauch und Bedarf

Der Verbrauch beziffert die gemessenen Energiemengen. Beim Bedarf handelt es sich um gerechnete Werte. Für alle Einsparungen, die sich aus einer künftigen Energiesparmaßnahme ergeben, muss immer ein Energiebedarf berechnet werden.

U-Wert [Wärmedurchgangskoeffizient (W/m²• K)]

Die Wärmeübertragung eines Bauteils (z. B. Außenwand) wird definiert durch den Wärmedurchgangskoeffizienten oder U-Wert. Er zeigt an, wie viel Wärme durch das Bauteil nach außen fließt. Es ist die Wärmemenge in Watt, die stündlich durch 1 m²  eines Baustoffs von warm nach kalt übertragen wird, wenn zwischen den beiderseitigen Luftgrenzschichten ein Temperaturunterschied von 1 Grad herrscht. Je kleiner der U-Wert, umso besser ist das Bauteil und umso geringer die Wärmeverluste.

Energiegewinne und -verluste

Die Energiegewinne (Zufuhr) beinhalten neben der eingekauften Energie für die Beheizung (z. B. ÖL, Gas, Strom...), auch die solaren Wärmegewinne über die Fenster und die inneren Wärmegewinne (z. B. Abwärme Bewohner, Computer...). Zu den  Energieverlusten (Abfuhr) zählen die Wärmeverluste aus der Gebäudewärmetransmission durch die Außenhülle und aus der Lüftung sowie der Anlagentechnik (z. B. Wärmeverluste Rohrleitungssystem, Wärmeerzeuger, Warmwasserspeicher...).

Wärmebrücke

Es sind örtlich begrenzte Stellen, die im Vergleich zu den angrenzenden Bauteilbereichen einen höheren Wärmeverlust (= geringere Oberflächentemperpatur) aufweisen.

Energiebilanzierung

Bei der Energiebilanz werden die Energiemengen, die ein Haus verliert, den Energiemengen gegenübergestellt, die dem Gebäude zugeführt werden. Dies umfasst im allgemeinen die Energiemengen für die Beheizung und Trinkwasserbereitung, aber nicht den Haushaltsstrom. In einer Energiebilanz werden die Energiemengen in kWh (Kilowattstunden) angegeben. 

Die von uns erstellten Energiepässe weisen sowohl eine detaillierte Energiebilanzierung auf (siehe Abb. 1.2), als auch eine energetische Gesamtbewertung des Gebäudes (siehe Abb. 1.3). 

Abb. 1.2: exemplarische Energieprozesskette  Abb. 1.3: exemplarische Gesamtbewertung des Primärenergiebedarfs